Zu Hause sicherer leben – gewusst wie

Kooperation von Ortsseniorenrat und Bürger helfen Bürgern e.V. - Bürgergenossenschaft
Vortrag von Fritz Liebersbach

Nicht nur so lange wie möglich in seinen eigenen vier Wänden bleiben zu können, sondern auch sich so lange wie möglich selbständig und ohne fremde Hilfe versorgen zu können, ist der verständliche Wunsch vieler älterer Menschen. Um diesen Wunsch weitgehend erfüllen zu können, gibt es einige Voraussetzungen, die der Betreffende selbst beachten sollte. In einer gemeinsamen Veranstaltung des Ortsseniorenrates und des Vereins „Bürger helfen Bürgern“ – Bürgergenossenschaft Weingarten“ informierte deren stellvertretender Vorsitzender Fritz Liebersbach über eine Reihe von vorbeugenden Maßnahmen, um sich vor vielerlei Gefahren zu schützen. Sein Wissen hatte sich der ehemalige Architekt in einer Schulungsreihe zur Wohnberatung bei den Paritätischen Sozialdiensten erworben. Er begann mit Empfehlungen zum Schutz vor Einbruch durch Sicherheitsschließzylinder, verstärkte Fensterriegel und verlässliche Nachbarn. Den besten Schutz vor Feuer und Rauch bieten unbeschädigte und überprüfte Elektrokabel und ein Rauchmelder. Die meisten Unfälle passieren durch Stürze, also seien Sturz- und Stolperfallen zu vermeiden. An dieser Stelle riet der Experte, zunächst die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und sich nicht selbst zu überschätzen, aber genauso auch die Warnungen Dritter anzunehmen. Es sei hilfreich, gemeinsam mit einer weiteren Person eine Situationsanalyse vorzunehmen und gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten. Meist zeigen sich verschiedene Problemfelder, für die es auch oft einfache Lösungen gebe. Als Beispiele wies Liebersbach auf unzureichende Beleuchtung hin und auf rutschige Bodenbeläge. Als guten Tipp empfahl er ein kleines Nachtlicht, das für wenig Geld zu haben sei und nachts in die Steckdose gesteckt, ein nicht störendes Orientierungslicht verbreite. Drastisch schilderte er dagegen, wie sich aus Unachtsamkeit schlimme Kettenreaktionen ereignen können. Die beste Unfallverhütung, kann somit daraus abgeleitet werden, ist Vorsicht, Umsicht und die Weitsicht von Konsequenzen. Dann präsentierte der Experte eine Reihe von einfachen Hilfsmitteln bei eingeschränkter Mobilität, zur Körperpflege und allgemein zur Erleichterung des Alltags. Für alles gilt: Die bedürftige Person muss wissen, was sie braucht, wo es das gibt und ob sie eventuell eine Förderung bekommen kann. Es gibt keine Universallösungen für alle, sondern jeder braucht die Hilfe, die zu seinen Bedürfnissen passt. Zusammenfassend nannte Liebersbach noch einmal die wichtigsten Punkte: die Analyse der Situation durch eigene und durch Fremdwahrnehmung und die Ermittlung von Hilfe und Förderprogrammen. Beratung über den Markt an Hilfsmitteln leisten die Sanitätshäuser, Fragen nach finanzieller Unterstützung leisten die paritätischen Sozialverbände. Sie bieten Dienstleistungen im sozialen, pflegerischen und therapeutischen Bereich, vernetzen Aktivitäten von Selbsthilfegruppen und fördern bürgerschaftliches Engagement. Ihr Haus ist das Hardtwaldzentrum in Karlsruhe, ein Zentrum für Bildung, Begegnung, Begleitung und Beratung, erreichbar unter (0721) 91230-0. Bei alledem sei die Bürgergenossenschaft durch ihre Kooperation mit dem Ortsseniorenrat gern behilflich, ohne dass es einer Mitgliedschaft bedürfe. Er legte seine Visitenkarten zum Mitnehmen aus. Wenn Weingartner Bürger ihn ansprächen, sei er gerne persönlich bereit, zu demjenigen nach Hause zu kommen und einen entsprechenden Check vorzunehmen. Fritz Liebersbach ist erreichbar unter der Telefonnummer (07244)4732. Autorin: Frau Lother.

Mitglieder-Rundbrief

Liebe Mitglieder unserer Bürgergenossenschaft ,
inzwischen ist es schon Tradition geworden, dass wir Ihnen neben den
Weihnachts- und Neujahrsgrüßen auch gleichzeitig einige Informationen zum
„was war“ und „was wird“ zukommen lassen.

Blicken wir zurück:
Dank vieler freiwillig geleisteter Arbeitsstunden konnten wir im Frühjahr
gemeinsam mit dem Ortsseniorenrat und dem Familienzentrum Allerdings unser
neues Begegnungszentrum in der Bahnhofstraße 3 beziehen. Wir freuen uns ganz besonders über das dabei entstandene kollegiale Miteinander der drei Institutionen.

Neben dem monatlichen Repair- Café, bei dem wir das Familienzentrum unter-
stützen, hat sich unser neu ins Leben gerufener Spielenachmittag als wahrer "Volltreffer" erwiesen. Dieser wurde von unserem Mitglied Frau Dallmann initiiert
und wird gemeinsam mit dem Ortsseniorenrat am jeweils zweiten Donnerstag im
Monat zwischen 15 und 18 Uhr im Begegnungszentrum in der Bahnhofstr. 3 durchgeführt. Schon zum zweiten Termin kamen 20 Spielerinnen und Spieler! Des- halb freuen wir uns, wenn sich immer wieder Mitglieder der Bürgergenossenschaft einsetzen, andern eine Freude zu bereiten und damit gleichzeitig vielen unsere
Arbeit näher bringen. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön.
Im Rahmen eines von der Gemeinde Weingarten unterstützten Projektprogramms haben wir Anfang November einen Erste-Hilfe-Kurs durchgeführt, den die Teil-
nehmer sehr gerne als Auffrischung Ihrer Kenntnisse wahrgenommen haben.
Wegen der überzähligen Anmeldungen und den sehr positiven Rückmeldungen zur ersten Veranstaltung, findet am 11. März 2017 eine weitere statt.

Unterstützungsleistungen
Im Jahr 2016 waren die helfenden Mitglieder ein gutes Drittel mehr im Einsatz als
noch in 2015, im Wesentlichen für die Betreuung einzelner Mitglieder. Die Unter-stützungsleistung wurde von einer kleinen Gruppe von Mitgliedern erbracht. So
bleibt der Wunsch bestehen, dass die Zahl der Unterstützung Leistenden sich noch vergrößert. Und wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an uns.

Organisatorische Änderungen in der Unterstützungsplanung

Der anfänglich praktizierte Weg der Unterstützungsplanung zentral über den
Vorstand hat sich im Verlaufe dieses Jahres immer mehr dahin entwickelt, dass
bei wiederkehrenden Aufgaben auch meist die gleichen Personen zusammen
kamen. Man kannte sich und konnte so unbürokratisch die Hilfe von Bürger zu
Bürger organisieren. Diese schöne Entwicklung wollen wir auch zukünftig
beibehalten.

Gleichzeitig möchten wir auf eine Änderung hinweisen, die mit der Zunahme
der Aufgaben im Verein zusammen hängt und daher notwendig wird. Die bisher
praktizierte ständige Erreichbarkeit für Anfragen auch an Wochenenden ein-
schließlich Rufweiterleitung zu Urlaubszeiten, werden wir durch folgende Vorgehensweise bei Erstanfragen abwandeln: Alle Mitglieder, die über eine
E-Mail Anbindung zum elektronischen Kommunikationsnetz verfügen, schreiben
bitte ihre Anfrage an die Adresse: info@buergergenossenschaft-weingarten.de .
Notwendige telefonische Anfragen zur Unterstützung richten Sie bitte Wochentags
von 9 bis 12 Uhr, an die Telefon-Nr. 0176 435 140 43.
Wir wollen dadurch weiterhin eine gesicherte Erreichbarkeit aufrechterhalten,
damit Ihre Anfragen in gewohnter Weise zuverlässig bearbeitet werden.

Was erwartet uns

Für das kommende Jahr haben wir eine mehrteilige Schulungsreihe mit dem Titel

"Ehrenamt - Anleitung zum glücklichen Helfen"
geplant, und beginnen damit am 19. Januar, um 19:00 Uhr mit dem Thema
"Und willst du nicht hören - wenn Hilfe auf taube Ohren stößt". Die Folgeabende,
am 16. Februar und 16. März werden sich mit den Themenkreisen "Miteinander
reden - Kommunikationsregeln im Ehrenamt" und "Grenzen im Ehrenamt" befassen. Diese Veranstaltungen finden alle im Begegnungszentrum Bahnhofstraße 3 statt.

Wenn Sie an dieser Schulungsreihe teilnehmen wollen, so bitten wir Sie, sich
unter den oben genannten Kontaktdaten verbindlich anzumelden.

Abschließend möchten wir noch auf die am Dienstag, dem 17. Januar um
18:30 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Ortsseniorenrat im Turmzimmer statt- findenden Informationsveranstaltung, "Sicher(er) zu Hause leben" hinweisen.
Näheres dazu erfahren Sie über die Ankündigungen in der Turmbergrundschau
oder direkt beim Referenten Fritz Liebersbach telefonisch unter 4732 oder f.liebersbach@buergergenossenschaft-weingarten.de .

Die Teilnahme an allen genannten Veranstaltungen ist für Sie kostenfrei.

Wir hoffen auf eine weiterhin gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
zum Wohle aller unserer Mitglieder.

Herzliche Grüße

gez. Heinz Schammert gez. Fritz LiebersbachVorsitzender 2. Vorsitzender

 

Letzte Änderung am Sonntag, 28. Mai 2017 um 07:23:44 Uhr.

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